Leute bleiben nicht aus Treue bei Notizen-Apps, die sie nicht mögen. Sie bleiben, weil sich Jahre voller Texte unverrückbar anfühlen und jede Migration, die sie versucht haben, als flacher Haufen Markdown ankam, aus dem die Struktur herausgerissen war.
Notez importiert aus Notion (.zip) und Evernote (.enex) und bewahrt dabei mehr als die meisten Migrationen. Seit v0.22.0 lässt sich auch ein Obsidian-Tresor oder ein beliebiger Ordner mit Markdown-Dateien (.zip) importieren.
Was den Umzug übersteht
Die beiden Exporte enthalten Unterschiedliches; was mitkommt, hängt also davon ab, woher du kommst:
Notion | Evernote | |
|---|---|---|
Inhalt und Formatierung | Ja | Ja |
Anhänge | Ja | Ja |
Seitenhierarchie → Unternotizen | Ja | Nein |
Tags | Nein | Ja |
Links zwischen Notizen | Ja | Nein |
Ursprüngliches Erstellungsdatum | Nein | Ja |
Notion-Exporte bringen Struktur mit: Verschachtelte Seiten werden zu verschachtelten Notizen, und Links zwischen Seiten werden in einem zweiten Durchgang aufgelöst, wenn jede Notiz schon eine ID hat. So zeigen sie auf die richtigen Notizen statt auf tote URLs. Evernote-Exporte bringen Metadaten mit: Deine Tags und die ursprünglichen Erstellungsdaten kommen unverändert an.
In beiden Fällen wird die Formatierung ins Format des Notez-Editors überführt: Überschriften, Listen, Checklisten, Codeblöcke, Tabellen und Zitate kommen mit, und Anhänge werden hochgeladen und in den Notizen, die sie verwendet haben, neu verknüpft.
Eines bewahren beide nicht: Das Datum der letzten Änderung wird auf den Zeitpunkt des Imports gesetzt.
So geht's
Aus Notion: Öffne das Workspace-Menü → Einstellungen → Inhalte exportieren → Alle Workspace-Inhalte exportieren, Format Markdown & CSV, und Unterseiten einbeziehen. Notion schickt dir eine .zip per E-Mail.
Aus Evernote: Notizbuch oder Notizen auswählen → Rechtsklick → Notizen exportieren → .enex.
Dann in Notez: Mehr → Import und Export, Quelle wählen, Datei hochladen, und wenn du willst, schließ den Tab. Der Import läuft als Hintergrundjob. Kommst du später zurück, erscheint ein laufender Import automatisch wieder auf dem Bildschirm.
Unterwegs siehst du diese Stufen: Dein Export wird gelesen…, Größe wird geschätzt…, Notizen werden importiert…, dann Import abgeschlossen.
Limits
Limit | Wert |
|---|---|
Max. Upload-Größe | 200 MB |
Max. Einträge im Archiv | 10.000 |
Max. entpackte Größe | 1 GB |
Max. Größe pro Eintrag | 100 MB |
Max. Notizen pro Import | 50.000 |
Importe werden auch auf den Speicherplatz deines Plans angerechnet. Würde ein Import ihn überschreiten, hält Notez an und meldet Der Import hat dein Speicherlimit überschritten, bevor irgendetwas geschrieben wird, statt dein halbes Archiv zu importieren und dich herausfinden zu lassen, was fehlt. Free hat 1 GB, Pro 10 GB, Ultra 50 GB. Notizen werden außerdem auf das Notizlimit des Plans angerechnet: 1.000 pro Workspace bei Free, 10.000 bei Pro, 50.000 bei Ultra. Dieses Limit wird vor dem Start des Imports nicht geprüft, also scheitern die Notizen darüber einzeln und landen bei den fehlgeschlagenen.
Große Archive teilst du am besten in einige kleinere Exporte auf.
Wenn etwas schiefgeht
Zwei Sicherheitsnetze:
Erneut versuchen. Endet ein Import mit Fehlern, bekommst du Import mit einigen Fehlern abgeschlossen und eine Aufschlüsselung pro Notiz: importiert, fehlgeschlagen, übersprungen. Ein neuer Versuch startet den Job noch einmal, und Notizen, die schon angekommen sind, werden erkannt statt doppelt angelegt.
Rückgängig. Einen abgeschlossenen Import kannst du rückgängig machen: Der Job wechselt zu Import rückgängig gemacht, und die Notizen, die er angelegt hat, wandern in den Papierkorb. Deshalb kannst du einen Import gefahrlos in deinem echten Workspace ausprobieren: laufen lassen, ansehen, wie er gelandet ist, und zurücknehmen, wenn die Form nicht stimmt. Ein Wegwerf-Konto brauchst du dafür nicht.
Zwei Einschränkungen solltest du kennen: Anhänge, die während des Imports hochgeladen wurden, entfernt das Rückgängigmachen nicht, und Tags, die der Import angelegt hat, bleiben in deinem Workspace. Räum sie von Hand auf, wenn du ganz von vorn anfangen willst.
Jeder Import steht mit seinen Zahlen in einem Verlauf, durch den du blättern kannst, sodass du immer weißt, was ein bestimmter Durchlauf getan hat.
Nach dem Import
Importierte Notizen tragen ein Import-Badge, sodass du genau nach dem filtern kannst, was hereingekommen ist, und es von dem trennst, was du danach schreibst.
Ein paar Dinge solltest du erwarten. Notez hat keine Ordner: Die Seitenhierarchie aus Notion wird zu verschachtelten Notizen. Das ist die nächste Entsprechung und liest sich meist besser. Notion-Datenbanken kommen als Notizen mit intakter Hierarchie an, aber Datenbankspalten werden nicht automatisch auf eigene Eigenschaften in Notez abgebildet. Die kannst du anlegen und ausfüllen, auch in großen Mengen, indem du den KI-Chat darum bittest.
Auch für importierte Notizen werden Embeddings erzeugt, sodass die semantische Suche und Ähnliche Notizen auch in deinem alten Bestand funktionieren. Oft wird ein altes Archiv damit zum ersten Mal wirklich durchsuchbar. Ein großer Import verbraucht dabei einen spürbaren Teil des monatlichen Embedding-Kontingents, behalt also die Anzeige im Blick, wenn du im Free-Plan bist.
Was der Import abdeckt und was nicht
Notion und Evernote haben eigene Importer, und seit v0.22.0 lässt sich auch ein Obsidian-Tresor oder ein beliebiger Ordner mit Markdown-Dateien importieren. Einen Importer für Apple Notes gibt es nicht.
Genauso leicht kommst du wieder heraus: Seit v0.22.0 lädt Mehr → Import und Export → Exportieren einen ganzen Workspace als Markdown-Dateien herunter, die sich in Obsidian öffnen lassen. Siehe Workspace exportieren.
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